SV Blau-Weiß Günthersdorf e.V.

Spielbericht Hohenweiden II

Erik Spahn, 08.11.2010

11. Spieltag

 

BW Günthersdorf II – HuSG Union Hohenweiden II

2                         :                         0

 

Aufstellung

Andy (TW) – Hüppe (RV), M. Kottowitz (Li), Jantz (LV) – Niede (VS/DM), T. Heine (VS/DM), - Micha (RM), Grütze (ZM), Marco (LM) – Wachsi (ST), Seise (ST)

 

Torfolge

1:0 Günthersdorf II (57.), 2:0 Günthersdorf II (FE, 90.)

 

Einwechslungen

70` Leo für Jantz

85` David für Tomahogh

 

Spielbericht

Der Schiri pfiff pünktlich um 13:47 die Partie ab und die Unioner wurden seitens des Gegners in den höchsten Tönen gelobt. Die Frage, warum unsere Meute da unten im Abstiegssumpf rumdümpelt, konnten auch wir nicht beantworten. Geändert hat das Spiel mit den ungleichen Vorzeichen (Spitzenreiter – Vorletzten) daran jedoch auch nichts.

 

Am letzten Dienstag freute sich unser Coach Reini noch wie ein Einschulkind nach Erhalt seiner Zuckertüte, denn 17 Spieler sollten für das schwere Auswärtsspiel zur Verfügung stehen. Also volle Kapelle!!!!! Zwei Tage später vorm Abschlusstraining waren es immerhin noch 14 und nach dem Abschlusstraining 10 Spieler. Nur soviel, verletzt hat sich im Training keiner. Was war passiert? Hier nur eine kleine ausgewählte Abwesenheitsgrundaufzählung:

Unser letzter verbliebener ausgebildeter Torwart wurde zur Ersten delegiert. Drei Spieler mussten unverhofft zur Wochenendschicht bei Ihren Arbeitgebern antanzen. Ein Spieler wurde von der Brocken-Hexe geschossen und der Influenzavirus hatte bei zwei unserer Spielkameraden nen kurzen Besuch abgestattet. Scheiße!!!!! Trotzdem hat unser Betreuerteam das Wunder von Günthersdorf fertig gebracht und zum Spieltag drei Hasen aus dem Jackett gezaubert, so dass wir sogar noch zwei Wechselspieler hatten. Somit war dann ja alles klar. Ach nee doch nicht, wir hatten noch immer keinen Torwart und auch nur einen Abwehrspieler. Nach einer langen Taktikbesprechungsnacht von unserem Betreuerteam hat man sich gegen die 0-1-5-5 und für die fiese 1-5-3-2 Taktik entschieden. Über Nacht wurden so aus zwei Stürmern und zwei Mittelfeldspielern vier Abwehrspieler. Das Tor durfte Wasserskianlagenbetreiber Andy hüten. Der eine würde jetzt vielleicht sagen, dass Union versucht Beton anzurühren, Coach Reini spricht allerdings von einem Spiel aus einer sicheren Abwehr, einem kompakten Mittelfeld und einer Raumverknappung für die gegnerischen Spieler. In der Mannschaftsbesprechung kurz vor dem Spiel, nötigte unser Coach die Hohenweidener Sportfreunde II an den Sieg zu glauben. Unser Coach spielte mit den Worten wie ein kleines Kind mit dem Feuer. Dem Spiel nach hatten die Aussagen wie z.B. „Alle denken, dass wir heute keine Chance haben und genau die wollen wir nutzen“ ihre Wirkung nicht verfehlt.

 

Mit handgestoppten 2,37 Minuten Verspätung (Präsentkorbübergabe Günthersdorf) pfiff der gut Schiedsrichter die Partie bei fiesen äußerlichen Bedingungen an (kalt, Wind, Regen). Die Unioner hielten sich grundsätzlich an die vorgegebene Taktik und ließen in den ersten 45 Minuten nur zwei Möglichkeiten zu. Zunächst hielt Andy in der 9. Minute einen Schuss aus der Distanz mit dem Knie, nachdem Tilo im Mittelfeld den Ball verloren hatte. Und in der gefühlten 30. Minute spielte André Jantz aus 7,34 Meter zurück auf Andy, welcher aufgrund gegnerischer Bedrängung den Ball aufnahm und hoffte, der Schiedsrichter wird schon nicht pfeifen. Aber da hat er die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Der Schiri pfiff und Günthersdorf hatte einen indirekten Freistoß aus 7,31 Meter. Unsere Meute war der Meinung, dass man das 7,32 Meter breite Tor auch mit sieben Mann ganz gut dicht machen kann (ein Spieler deckt eine Breite von ca.0,50 Meter ab, macht bei sieben Spielern ungefähr 3,50 Meter). Die restlichen knappen vier Meter mussten so halt frei bleiben. Aber unser Gegner hatte wohl das Gefühl verarscht zu werden und nahm das Geschenk nicht an. Der Ball wurde zu weit vorgelegt und der aus der „eigenen Hälfte“ anrennende „Schütze“ kam leider etwas zu spät am Ball an. Und so konnte André Hüppe Fußballgott (Comeback nach fast vier Jahren) den Ball zur Ecke klären. Der Eckball brachte für unseren Gegner nichts ein. Doch zur Verwunderung aller Akteure, Betreuer, Freunde von Betreuern und Zuschauer übernahmen die Unioner in den ersten 30 Minuten die Initiative. So scheiterte Seise mit einem 20 Meter Schuss am guten Keeper der Gastgeber und Wachsi verpasste es energisch nachzusetzen. Da war er wohl mit seinen Gedanken schon im Shoppingcenter NovaEventis. Der hinter den Spitzen spielende Grütze setzte sich in der 11. und 28. Minute vor dem gegnerischen Tor gut in Szene, doch sein Schuss aus 25 Metern und seine 180 Grad Pirouette ohne richtigen Abschluss konnten im gegnerischen Tor nicht untergebracht werden. Die gut organisierte Abwehr um Libero Micha lief die weitere Zeit die zögerlichen Angriffe der Gastgeber ab und versuchte mit langen Bällen auf Tomahogh und Grütze vor das gegnerische Tor zu kommen. Vor allem Grütze schirmte die Bälle geschickt ab und setzte unsere Stürmer immer wieder gut in Szene. Doch in der Nähe des 16ers verpufften die meisten Angriffe.

 

So ging es mit einem 0-0 in die Kabinen. Coach Reini lobte unser Spiel und appellierte an die Mannschaft genau so weiter zu spielen. Nach eins zwei Schlückchen leckerem Gaensefurther ging es dann zur zweiten Halbzeit.

 

Unsere Meute spielte genau so weiter wie in der ersten Halbzeit ohne sich jedoch richtige Torchancen herauszuspielen. Die Tabellenführer aus Günthersdorf fanden auch in Hälfte Zwei nicht zu ihrem Spiel. In der 57. Minute kamen dann die Spitzenreiter doch zum „unverdienten“ Führungstreffer. Bei einem schnellen Konter über die rechte Seite (Union-Sicht) rannte Tomahogh unkontrolliert und überhastet in der gegnerischen Hälfte auf den Ballführenden. Dieser ließ Micha ins leere laufen und bediente seinen Stürmer. André Hüppe Fußballgott nahm sich Tomahogh zum Vorbild und wetzte ebenfalls ins Leere. Nun war Polen offen und nach halbhoher Eingabe von Rechts verpassten Kotti den Ball und André Jantz alles. So kam der Günthersdorfer Stürmer freistehend aus 10,37 Meter zum Abschluss. Andy hatte keine Chance.

Reini beorderte nun André Hüppe Fußballgott in die Spitze und ließ hinten Mann gegen Mann spielen. So ergaben sich für uns noch einige Angriffsmöglichkeiten und Eckbälle, doch auch hier hatten unsere Jungs eine imaginäre Grenze am 16er gezogen. Eine richtige Chance sprang auch hier nicht wirklich heraus. In der letzten Spielminute kamen die Tabellenführer dann ein zweites Mal (2. Halbzeit) gefährlich vor unser Tor. Andy krakelte den Gegner im 16er um und der Pfeifenmann pfiff Elfer (absolut berechtigt). Andi ahnte die Ecke, wo der Ball nicht hingehen sollte und überließ dem späteren Torschützen die Mitte. Diese wurde zum 2-0 Endstand genutzt.  Nach gutem Spiel standen wir mal wieder mit leeren Händen da und klotzten in die Röhre.

 

 

 

Fazit:

Sehr faires Spiel von beiden Seiten, teamorientierte Spielweise, Taktik fast voll umgesetzt aber am 16er zu harmlos. Da klemmt die Säge, da müssen wir den Hebel ansetzen und es sollte noch vor der Winterpause ein Nicht-Abstiegsplatz drin sein.

 

Statistik:

Situation

BW Günthersdorf II

Union Hohenweiden II

Torschüsse

3

4

Davon aufs Tor

2

2

Eckbälle

7

5

Freistoß zentral Nähe 16er

 

1

Freistoß außen Nähe 16er

2

3


Quelle:http://www.union-hohenweiden.de/news/show_news.php?subaction=showfull&id=1289210


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